„Du hast gut reden“ – Der Wettbewerb „Kreatives Schreiben“ 2018

Die besten Arbeiten zu ehren, das erwies sich als ziemlich schwierig für die Jury, zu der Cornelia Bollwein, Kathrin Penk, Margarete Nieslony, Beatrix Gotthold-Thies und Christine Putschky gehörten. Nach langen Beratungen stand schließlich das Ergebnis des diesjährigen Schreibwettbewerbs für die Jahrgangsstufen 5 bis 8 fest:

Jeweils den ersten Platz erzielten Ludwig Häussler (5b), Luna Tomaschko und Sirius Haupt (beide 7a). In der Fabel „Das Kamel und die Pferde“ über ein Kamel, einen Rappen und einen Schimmel macht Ludwig dem Zuhörer deutlich, dass vermeintliche Nachteile in manchen Situationen zu Vorteilen werden können. Denn das Kamel, das zunächst von den beiden anderen Tieren wegen seines Buckels ausgelacht wird, gewinnt am Ende, eben wegen dieses Buckels, das Rennen in der Wüste. In Lunas „TopFit“ nimmt uns eine junge Ich-Erzählerin mit zu einer spannenden Sportshow nach Berlin. Sie zeigt, mit welchem Druck sie umgehen muss, aber auch, welche Freude sie empfindet. Als sie am Ende verliert, stellt sich heraus, dass sie gegen den Sohn zweier Olympiasieger keine Chance hatte. Eine Geschichte darüber, warum es sich lohnt, Träume zu verwirklichen und nicht aufzugeben. In dem kurzen, prägnanten Gedicht „Vorbei sein“ über verschiedene Facetten unserer Existenz lässt uns Sirius spüren, wie zerbrechlich unser Dasein ist und wie sehr es darauf ankommt, da zu sein, dabei zu sein und mit anderen zusammen zu sein.

Den zweiten Platz eroberten die beiden Teams Vitus Bessinger und Simon Springer (6b) sowie Oliver Renschler und Laurin Soll (8a). Dass nicht alle gleich sind und wir manchmal mit Ungerechtigkeit leben müssen, davon handelt die Geschichte vom Frosch und vom Fuchs, die in dieselbe Klasse gehen. Während der Frosch sich abmüht, beschränkt sich der Fuchs darauf, andere auszunutzen. Auf den ersten Blick ist der Frosch der Verlierer. Dennoch zeigt er den Lesern, dass es wichtig ist, seine Meinung zu sagen, denn das ist manchmal das Einzige, was einem angesichts einer Ungerechtigkeit bleibt, so die Botschaft der Fabel von Vitus und Simon.

In einem mutigen Dialog mit einem Bild von Einstein zeigen uns Oliver und Laurin einen zunächst schlechten Mathe-Schüler, der lernt, wie Motivation entsteht und wie man selbst gegen seine Schwächen vorgehen kann. Mit Fleiß erreicht er letztlich sein Ziel, in Mathe besser zu werden und erkennt dadurch, dass er seine Möglichkeiten nutzen kann.

Der dritte Rang ging an Johannes Irouschek und Felix Kroupa (6b). Zwei ungleiche Personen begegnen uns in diesem Gedicht. Ihr Leben scheint durch Gegensätze geprägt zu sein und der erhoffte Ausgleich, den sich die benachteiligte Person wünscht, erfolgt nicht. Ein trauriger Text, durch den deutlich wird, dass man nicht immer auf Ausgleich hoffen kann. Weitere Teilnehmer am Schreibwettbewerb waren Hannes Resch, Korbinian Neukirchinger und Timo Schuster (6b) mit „Reimbattle im Bierzelt“ sowie Julian Renschler (8a).

Ein herzliches Dankeschön geht an unsere Sponsoren: Sparkasse Passau, VR-Bank Passau, Bücher Pustet und Buchhandlung Rupprecht.

 

Heidrun Berger-Asen