Du hast gut reden/spielen – „ASG-Juniors on Stage“!

Mit einem literarischen Solistenkonzert begeisterten bereits zum 5. Mal unserer Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 8 ihre zahlreichen Zuhörer in der Mensa des Adalbert-Stifter-Gymnasiums. Literarisches bereicherte dabei Musikalisches: Die Sieger des Wettbewerbs „Kreatives Schreiben“, den die Fachschaft Deutsch unter der Federführung von Christine Putschky alljährlich ausrichtet, trugen ihre Gedichte und Erzählungen zum diesjährigen Motiv „Du hast gut reden“ vor. In seiner Eröffnungsrede dankte unser Schulleiter Guntram Kraus allen Beteiligten, insbesondere den Andrea Danzig-Fuchs und Irmgard Westermeier sowie Ko-Moderatorin Christine Putschky. Er unterstrich zudem „die Bedeutung der Fächer Musik, Kunst und Deutsch – musische Fächer – für unser naturwissenschaftlich-technologisches Gymnasium. Der heutige Abend dient als Podium für die Allerjüngsten und führt sie sanft an größere Auftritte bei den verschiedenen Konzerten des ASG heran.“

Den musikalischen Auftakt gestaltete Jette Rud (5a) mit ihrer Geige. „Diese ist bekanntlich ein sehr schwer zu erlernendes Instrument und hat sicher so manch ein Elternteil bei ihren übenden Kindern schon zur Verzweiflung gebracht“, erläuterte Andrea Danzig-Fuchs. Jette zeigte sich über dieses Stadium schon hinaus und trug schwungvoll den „Jägermarsch“ aus der Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria v. Weber vor, begleitet von Irmgard Westermeier am Klavier.

Der erste literarische Beitrag stammte von Vitus Bessinger und Simon Springer (6b) mit ihrer Fabel. Dass nicht alle gleich sind und wir manchmal mit Ungerechtigkeit leben müssen, davon handelt die Geschichte vom Frosch und vom Fuchs, die in dieselbe Klasse gehen.

Nach ihnen bot Hanna Garbrusiewitcz (7b) das berühmte „Halleluja“ des Singer-Songwriters Leonhard Cohen (+ 2016) in einer Fassung für Klavier dar, ihr folgte Julia Niedermeier (6c) routiniert an der Alt-Blockflöte mit dem Stück „Strolling“ von Stephen Binnington.

Im Anschluss machte Ludwig Häussler (5b) mit seiner Fabel „Das Kamel und die Pferde“ dem Zuhörer deutlich, dass vermeintliche Nachteile in manchen Situationen zu Vorteilen werden können.

Als einzige des Abends vierhändig spielten danach Pia Bauer und Carlotta Ragaller (5a) die verträumte „Berceuse“ von Till Barmeier, anschließend präsentierten Lara und Lina Mayet (5c) in geschwisterlicher Eintracht und sicher an den Querflöten ein „Menuett“ von Johann Sebastian Bach.

In „Top Fit“ nahm sodann eine junge Ich-Erzählerin das Publikum mit zu einer spannenden Sportshow nach Berlin. Sie zeigt, mit welchem Druck sie umgehen muss, aber auch, welche Freude sie empfindet. Als sie am Ende verliert, stellt sich heraus, dass sie gegen den Sohn zweier Olympiasieger keine Chance hatte. Eine Geschichte von Luna Tomaschko (7a) darüber, warum es sich lohnt, Träume zu verwirklichen und nicht aufzugeben.

Zwei ganz unterschiedliche Musikstücke führten nach dem literarischen den Reigen fort: Carlotta Ragaller (5a) bot stimmungsvoll gespielt am Klavier „Stella del mattino“ von Ludovico Einaudi dar, Pia Oberneder (5a) schloss sich frisch und souverän mit dem Stück „Der fröhliche Blockflötenspieler“ für Blockflöte und Klavier an.

Kontrastiv dazu gestaltete Sirius Haupt (7a) seinen Text. In seinem kurzen, prägnanten Gedicht „Vorbei sein…“ ließ er sein Publikum über verschiedene Facetten unserer Existenz spüren, wie zerbrechlich unser Dasein ist und wie sehr es darauf ankommt, da zu sein, dabei und mit anderen zusammen zu sein. Christina Koenig (7a) entführte die Zuhörer alsdann mit „River flows in You“ in die Welt der Filmmusik.

Ein weiteres Mal standen die Zwillinge Lara und Lina Mayet auf der Bühne. Zu ihnen gesellte sich als dritte Querflöte noch Sophia Liegl, ebenfalls aus der Klasse 5c. Gemeinsam interpretierten sie den allseits bekannten „Kanon in D“ des barocken Nürnberger Komponisten Johann Pachelbel.

Oliver Renschler und Laurin Soll (8a) setzen sich im Anschluss mit den Problemen der Mathematik auseinander. In einem mutigen Dialog mit einem Bild von Albert Einstein lernt ein zunächst schlechter Mathe-Schüler, wie Motivation entsteht und wie man selbst gegen seine Schwächen vorgehen kann.

Den musikalischen Abschluss bildeten Hellena Köck (6a) mit dem einfühlsam vorgetragenen „Gertrudes Traum“ von Ludwig van Beethoven am Klavier und Fabian Schneider (5a), der für sein Alter erstaunliches Können an den Tag legte. Schwungvoll im Bossa-Nova-Stil bot Fabian an der Blockflöte die „Serenata“ von Brian Bonsor dar.

Andrea Danzig-Fuchs dankte den jungen Künstlern mit Blumen und Schokolade für die schöne Stunde voller Musik und Literatur und freut sich schon auf das nächste „Juniors on stage“ im kommenden Jahr.

 

Heidrun Berger-Asen, Andrea Danzig-Fuchs