Freedom am ASG

Im Rahmen des Suchtpräventionsprojekts besuchten vier Bewohner des Jugendbauernhofs FREEDOM zusammen mit dessen pädagogischem Leiter Joachim Klopf, seinen Mitarbeitern Jürgen Silzer und Theresa Gastinger unsere 8. und eine 10. Klasse.

Zunächst erläuterte Joachim Klopf kurz das Konzept der pädagogisch-therapeutischen Betreuung und Behandlung suchtgefährdeter Jugendlicher in verschiedenen Wohngruppen. Wichtig ist dabei die richtige Einstellung zueinander: „Ich habe noch nie Junkies zu den Jugendlichen gesagt, weil ich vor allen Respekt habe.“ Nur so könne man die jungen Menschen erreichen, erklärt der erfahrene Pädagoge. Im Anschluss hatten unsere Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich für ca. 50 Minuten in Kleingruppen mit Samira, Viola, Luis und Dorian zu unterhalten: „Drogen sind schon ein geiles Zeug, aber den Preis, den du dafür zahlst, ist es nicht wert“, so der Tenor der 17- bis 20-Jährigen. In vertraulichen Gesprächen setzen sich die ASGler mit dem persönlichen Schicksal der Jugendlichen, den Gründen für ihre Drogensucht und ihren Folgen ausgiebig auseinander. Der Teufelskreis: „Man nimmt etwas, damit man gut drauf ist. Dann etwas, damit man wieder runterkommt. Aber man muss nichts nehmen, damit man normal ist“, machte der pädagogische Leiter von Freedom deutlich. Hart, anstrengend, langwierig und entbehrungsreich ist der Weg zurück in ein normales Leben und ohne die Unterstützung der Eltern geht im Grunde gar nichts. Darauf wies Joachim Klopf in einer kurzen Abschlussrunde hin: „Redet mit euren Eltern über das Thema Drogen, vertraut euch ihnen an!“

Heidrun Berger-Asen