Kinder und Jugendliche in digitalen Lebenswelten – Faszination und Risiken sozialer Medien

So lautete der Titel des informativen und unterhaltsamen Vortrags von Bruno Lux, Leiter der Schulberatungsstelle in Landshut, zu dem Eltern aller Jahrgangsstufen des Adalbert-Stifter-Gymnasiums und des Leopoldinums in die Mensa des ASG eingeladen waren. „In Deutschland gibt es eine lange Tradition, neue Medien zu verteufeln“, so der Referent.p1000039 Seien es im 18. Jahrhundert die Bücher, im 20. Jahrhundert das Fernsehen und im 21. die digitalen Medien.Lux gab zunächst einen Überblick über derzeit Angesagtes wie virtual und augmented reality, smart home oder Social Bots. „Das web 2.0 ist ein Mitmachnetz, das sowohl normale Nutzer, als auch Täter und Opfer kennt“, betonte der Fachmann. Soziale Netzwerke wie whatsapp oder skype dienen natürlich der Kommunikation, was in Sachen Datenschutz passiert, steht auf einem anderen Blatt. Und selbstredend macht es Spaß, bspw. über Fotos oder andere Informationen am Leben anderer teilzuhaben, die Gefahr, dabei an den Falschen zu geraten, bleibt jedoch ungemindert groß. Als Beispiel nennt Bruno Lux hier das gemeinsame Hungern anorexiekranker Mädchen, Fotomontage mit Aktbilder oder das klassische Cybermobbing. Problematisch sieht der Referent insbesondere das minimale Risikobewusstsein Jugendlicher, das im Gegensatz zu dem Erwachsener in einem extrem untergeordneten Verhältnis zur Faszination neuer Medien steht. Ziel wäre es, hier einen Ausgleich zu schaffen: „Es macht überhaupt keinen Sinn, Ihrem Kind die Mediennutzung zu verbieten. Reden Sie miteinander, machen Sie sich sowohl die Vorzüge als auch die Gefahren gemeinsam bewusst. Schaffen Sie Alternativen in der Freizeitgestaltung und seien Sie selbst ein positives Vorbild.“

Text: Heidrun Berger-Asen

Bild: Stefan Winter

Titelgrafik: Gutenbergschule Wiesbaden