Solidarität am ASG – ein nachhaltiges P-Seminar im Fach Ethik

Solidarität ist ein Thema, das gerade in Passau immer wieder von besonderer Bedeutung ist. So fand man 2013 im „Spiegel“ einen Artikel über Passau mit dem Titel „Solidarität im Schlamm- Wie die Flut die Einheimischen mit den Studenten versöhnte“. Gerade zur Zeit der Hochwasserkatastrophe konnte man eine große Solidarität zwischen den Passauer Bürgern feststellen. Auch vor dem Hintergrund der Flüchtlingswelle, bei der besonders auch Passau im Fokus war, fällt der Begriff der „Solidarität“ immer wieder. Dieser sozialethisch sehr vielfältig gedeutete und politisch oft ge- und missbrauchte Begriff wurde im P-Seminar mit dem Titel „Solidarität – zur Theorie und Praxis menschlicher Verbundenheit“ genauer beleuchtet und schließlich in der Praxis erprobt. Diese „Realisierungen“ des Begriffs wurden in Kleingruppen oder auch von Einzelnen durchgeführt. Dabei konnten wertvolle Erfahrungen gemacht werden. Gerade diese Erfahrung und die Übernahme von Verantwortung sind im Fachprofil des Lehrplans Ethik verankert.

Die Schüler nahmen im Rahmen des Seminars Kontakt zu verschiedensten Bereichen aus dem sozialen Leben Passaus auf. Neben so wichtigen Institutionen wie dem Roten Kreuz oder der Freiwilligen Feuerwehr, bei denen sich Schülerinnen und Schüler auch dauerhaft in unterschiedlichsten Situationen einsetzten, kümmerten sich andere um die Probleme von Flüchtlingen, halfen ihnen bei den Hausaufgaben, unterstützten sie bei Behörden oder boten ihnen einfach eine Abwechslung in der Freizeit. Zwei Schüler machten ein Praktikum in Seniorenheimen in Salzweg und Passau und gewannen so einen Einblick in die oft vergessene Welt unserer älteren Mitmenschen. Andere setzten sich aktiv bei Veranstaltungen des Kinderschutzbundes ein oder unterstützten bei der Bahnhofsmission in Not geratene Menschen. Auch der Stadtjugendring Passau war einer unserer Partner. Nicht zuletzt wurde im Rahmen des Schulfestes ein Spendenlauf für das Kardinal von Galen Haus in Passau organisiert, der einen beträchtlichen Betrag an Spenden für diese Institution einbrachte. Als Fazit kann man festhalten, dass die im Rahmen dieser Schulveranstaltung gemachten Erfahrungen unsere Schülerinnen und Schüler weit über den normalen Schulalltag hinaus prägten. Vielen Dank an alle teilnehmenden Institutionen sowie alle Schülerinnen und Schüler: Sarah Awender, Felix Becher, Alexander Beck-Inosemzew, Mercedes Dedaj, Roberto Dellai, Dominik Denk, Nikol Frey, Moritz Gaßler, Lena Hauer, Eva Kolbeck, Miriam Pohmann, Awa Rietz, Samson Wagner. Für den Kursleiter ein Seminar mit „Wiederholungsgefahr“.

Markus Schneider