Drogen begleiten die Menschheit seit Anbeginn der Zivilisation. Schon Steinzeitmenschen konsumierten beispielsweise Fliegenpilze als Rauschmittel.
Bei seinem kurzweiligen und eindrucksvollen Vortrag am Adalbert-Stifter-Gymnasium über die Geschichte von Suchtmitteln sowie die Herstellung, Verbreitung und Wirkung legaler und illegaler Drogen fand Kriminaloberkommissar Roland Hofmann bei den Schülerinnen und Schülern der 8. Klassen eine äußerst interessierte Zuhörerschaft. Auch wenn der Konsum von Zigaretten und Alkohol in den letzten Jahren bei Teenagern rückläufig ist, zeigt die erschreckend hohe Zahl von 127.000 Rauchertoten und 14.200 durch Alkohol bedingte Todesfälle wie gefährlich legale Drogen sind. Alarmierend fanden die ASG-ler auch die Tatsache, dass Nikotin stärker abhängig mache als Heroin, dass 25% der 12- bis 16jährigen bereits regelmäßig Alkohol trinken und dass beide Drogenarten das Risiko bestimmter Krebsarten bis zu 18fach erhöhen.
Dass weitere „legale“ Sucht- und Rauschmittel wie e-Zigaretten, vapes, oder HHC-haltige Geleebonbons leicht zu erwerben sind, sahen auch die Jugendlichen kritisch.
Natürlich gab es zum Themenbereich Legalisierung von Cannabis eine Reihe von Nachfragen. Hofmann wies darauf hin, dass besonders bei Teenagern die Gefahr einer gesundheitlichen Beeinträchtigung besteht, die sich durch Mischkonsum mit Alkohol und anderen Suchtstoffen noch erheblich steigert. Zudem gefährdet man durch den Genuss den Erwerb des Führerscheins.
Unter den illegalen Drogen wie Heroin oder Kokain hob POK Hofmann besonders synthetische Gifte wie Ecstasy und Crystal Meth hervor. Letzteres gilt als die gefährlichste Droge, die in Deutschland und durch die Nähe zu Tschechien vor allem in Bayern auf dem Markt ist. „Das erste Packerl bekommt ihr geschenkt!“, warnte Hofmann, „danach kommt ihr nicht mehr davon los! Und das Zeug frisst euch nachweislich Löcher ins Gehirn.“
Heimtückisch sind nicht nur für junge Mädchen ko-Tropfen. Man sollte seine Getränke beim Ausgehen nie unbeobachtet stehen lassen, da man die chemischen Substanzen weder schmecken noch sehen oder riechen kann. „Sollte euch das mal passieren – ihr wacht auf, wisst nichts mehr und bemerkt, dass etwas mit euch nicht stimmt, dann zeigt bitte keine falsche Scham und geht sofort zur Polizei.“
„Ihr sollt eure Partys feiern und das Leben genießen“ gab Hofmann den Jugendlichen mit. „Aber ihr werdet im Leben auch immer wieder mit Problemen konfrontiert werden. Drogen sind da aber keine Lösung und können euch auch nicht weiterhelfen. Deshalb abschließend ein Rat: Akzeptiert euch, wie ihr seid, achtet euch selbst und engagiert euch sozial, in der Schule, im Sportverein, dann braucht ihr keine Drogen.“
Jürgen Kittel
Foto: Schulleiter Dr. Wolfgang Holzer begrüßt Kriminaloberkommissar Roland Hofmann am ASG.