Passau, 07. Januar 2025 – Das Adalbert-Stifter-Gymnasium (ASG) in Passau hatte heute einen besonderen Gast: Laurine Chabot, eine der zwölf Lektorinnen des Programms FranceMobil, brachte französische Kultur und Sprache mit viel Schwung und Kreativität direkt in die Klassenzimmer. Ziel war es, den Schülerinnen zu zeigen, dass Französisch eine zugängliche und lebendige Sprache ist.
Mit spielerischen und interaktiven Methoden führte Chabot die Französischschüler der 6., 10. und 11. Klassen durch einen abwechslungsreichen Tag voller spannender Aktivitäten. Dabei ging es um mehr als nur Sprachkenntnisse – auch die Vielfalt der Frankophonie und die Verbreitung der französischen Sprache weltweit standen im Fokus.
Spielerisches Lernen für die 6. Klassen
Für die jüngsten Französischschüler, die erst seit September 2024 die Sprache lernen, gab es ein buntes Programm: Ein Würfelspiel half den Schülerinnen, erste französische Sätze zu sprechen – von der Nennung ihres Namens bis hin zu ihren Hobbys. Ein Gruppenwettbewerb, bei dem französische Gegenstände auf Bildkarten entdeckt werden mussten, sorgte für Teamgeist. Außerdem lernten die Kinder die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Deutschland und Frankreich kennen und diskutierten über französisches Essen und Länder der Frankophonie.
Kulturelles Wissen für die 10. Klassen
Mit einem schüleraktivierenden Bewegungsspiel und einer musikalischen Reise durch Frankreich begeisterte Chabot die 10.-Klässlerinnen. Der Song „Bienvenue chez moi“ von Big Flo et Oli stand dabei im Mittelpunkt: Immer, wenn eine Stadt im Lied erwähnt wurde, pausierte die Musik, und die Schülerinnen mussten die Stadt identifizieren und ihr Wissen dazu unter Beweis stellen. Diese kreative Herangehensweise förderte nicht nur das Sprachverständnis, sondern brachte den Schülerinnen auch die Vielfalt Frankreichs näher. Ergänzt wurde das Programm durch einen kurzen Film über das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW), der den Schülerinnen verschiedene Austauschmöglichkeiten wie das Voltaire-Programm oder Freiwilligendienste vorstellte.
Kreative Sprachförderung in der 11. Klasse
Die Schüler der 11. Klassen bewiesen Kreativität und Schnelligkeit in einem Wettbewerb, bei dem französische Wörter zu jedem Buchstaben des Alphabets gefunden werden mussten. Ergänzt wurde das Programm durch tiefgehende Gespräche über die Frankophonie sowie die Bedeutung des DFJW für den deutsch-französischen Austausch.
Ein Erfolg seit 2002
Das Programm FranceMobil, das seit 2002 besteht, hat in über 18.000 Schulen bereits 1,5 Millionen Schüler erreicht. Es wird vom Deutsch-Französischen Jugendwerk in Zusammenarbeit mit der Französischen Botschaft und weiteren Partnern organisiert und finanziell von mehreren Bundesländern unterstützt.
Laurine Chabot, die als Lektorin durch Niederbayern reist, zog ein Fazit: „Die jüngeren Schüler haben oft weniger Hemmungen, Französisch zu sprechen, und sind deshalb leichter zu motivieren, während die älteren Schüler leider oft viel zurückhaltender sind.“
Mit diesem Besuch hat das FranceMobil nicht nur die Sprachkenntnisse der Schüler gefördert, sondern hoffentlich auch ihre Lust auf internationale Erfahrungen wecken können.
Claudia Lindner