Schülerinnen und Schüler der Begabtenförderung setzen sich mit dem Thema Stress und Lernen auseinander

12.02.2025 – Das haben 14 Schülerinnen und Schüler des ASG einer KI voraus

Am Mittwochvormittag begrüßte der Schulleiter Herr Dr. Holzer zusammen mit der Koordinatorin der Begabtenförderung am ASG Frau Stelzhammer und der Schulpsychologin Frau Reitberger-Rieger 14 Schüler und Schülerinnen der 6. – 11. Jahrgangsstufe im Rahmen der Begabtenförderung, die sich in einem eineinhalbstündigen Workshop mit dem Thema „Lernen“ auseinandersetzten. Schnell wurde klar, dass menschliches Lernen anders als der Lernprozess einer KI, nicht allein darin besteht, Informationen zu erkennen und zu sortieren, um Probleme zu lösen oder ein Ziel zu erreichen, sondern zahlreiche Sinneskanäle am Lernprozess beteiligt sein müssen, damit Wissen vernetzt und langfristig behalten werden kann. Die Schülerinnen und Schüler erkannten, dass Wiederholungen beim Lernen unerlässlich sind (und ja, das ist ebenso mühsam wie lohnenswert), dem kleinen Wörtchen „noch“ eine wahre Zauberkraft innewohnt (Welch großen Unterscheid macht es doch sich zu sagen: „Ich kann das NOCH nicht“ statt „Ich kann das nicht.“!) und Fehler beim Lernen ein Hinweis darauf sind, dass hier echtes Lernen im Sinne der Neuroplastizität stattfindet (falsch lesen die Schülerinnen und Schüler ab sofort hoffentlich so: f(ehler) als ch(ance)). Beleuchtet wurde darüber hinaus die Frage, wie Motivation entsteht und was das Prinzip künstlicher Zeitverknappung mit Konzentration und Prokrastination zu tun hat. Das Resümee der Schülerinnen und Schüler: Dieses wertvolle und praktikable Wissen sollte eigentlich allen Schülerinnen und Schülern zugänglich gemacht werden.

Eltern, die ihr(e) Kind(er) auf ihrem Lernweg unterstützen wollen, sei an dieser Stelle die Arbeit von Caroline von St. Ange ans Herz gelegt, auf die sich auch die Schulpsychologin Frau Reitberger-Rieger in ihrem Workshop immer wieder berufen hat: https://www.learnlearningwithcaroline.com
Instagram: learnlearning.withcaroline

26.03.2025 – Was ist Stress und wie geht man damit um?

Für die rund 20 Schülerinnen und Schüler des ASG, die am Begabtenförderungsprogramm teilnehmen, stand heute die Bewältigung von Stress auf der Agenda. Zunächst trugen die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Erfahrungen mit Stressoren, die sie hauptsächlich im Umfeld der Schule ausmachten, auf einer digitalen Tafel zusammen und suchten nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden. Auf viele hilfreiche Bewältigungsstrategien können die Schülerinnen und Schüler bereits zurückgreifen. Im Rahmen einer Psychoedukation wurde den Mädchen und Jungen von der Schulpsychologin Karin Reitberger-Rieger erläutert, was Stress überhaupt ist – nämlich ein biologischer Prozess, der uns ursprünglich das Überleben sicherte – wie er entsteht und welche Rolle Bewertungen dabei spielen. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiteten, dass es Stress per se gar nicht gibt. Vielmehr wird ein potentieller Stressor in einem ersten Schritt als stressbezogen oder irrelevant bewertet. Dem werden in einem zweiten Schritt mögliche
Bewältigungsstrategien gegenübergestellt. Erst wenn die Bewältigungsstrategien als nicht vorhanden oder aber als nicht ausreichend bewertet werden, entsteht Stress. Im zweiten Teil wurden hilfreiche Bewältigungsstrategien vorgestellt und direkt ausprobiert. Neben einem guten Zeitmanagement (die Bedeutung von Lernplänen ist nicht zu unterschätzen), progressiver Muskelentspannung oder autogenem Training, stellen Atemübungen ein einfaches, zeitsparendes und kostenloses Mittel dar, um über eine verlängerte Ausatmung und die damit verbundene Aktivierung des Parasympathikus stressregulierend auf das autonome Nervensystem einzuwirken. Wessen Interesse für dieses kostenlose und stressreduzierende Mittel geweckt wurde, dem sei ans Herz gelegt, nach der Atmung mit Lippenbremse oder der Bauchatmung zu googeln. Viel Freude beim Ausprobieren!