Am Montag, den 20. Oktober 2025, unternahm der Physikkurs der Q13 des Adalbert – Stifter – Gymnasiums einen spannenden Ausflug zur Strahlentherapie des benachbarten Klinikums. Dank der unmittelbaren Nähe war der Fußweg kurz – die Einblicke, die die Schülerinnen und Schüler erhielten, dafür umso eindrucksvoller. Empfangen wurde der Kurs von zwei erfahrenen Medizinphysikern, die durch die Abteilungen der Strahlentherapie führten und dabei anschaulich erklärten, welche Rolle physikalische Prinzipien in der modernen Krebsbehandlung spielen. Ein Schwerpunkt lag auf dem Computertomographen (CT), dessen Funktionsweise auf Röntgenstrahlung basiert – ein Thema, das auch im Physik-Lehrplan der Oberstufe eine zentrale Rolle einnimmt. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, wie mithilfe des CTs präzise dreidimensionale Bilder des Körpers erstellt werden, die die Grundlage für eine zielgerichtete Bestrahlung von Tumoren bilden.
Besonderes Interesse weckte der Linearbeschleuniger, das Herzstück der Strahlentherapie. Gerade während des Besuchs fand eine Wartung statt, sodass der Kurs einen seltenen Blick ins Innere dieses komplexen Geräts werfen durfte. Passenderweise beschäftigte sich eine aktuelle Probeabitur-Aufgabe ebenfalls mit dem physikalischen Prinzip des Linearbeschleunigers – Theorie und Praxis trafen hier also unmittelbar aufeinander. Viele Schülerinnen und Schüler zeigten sich beeindruckt davon, wie eng Physik und Medizin miteinander verbunden sind – und wie physikalisches Wissen dazu beiträgt, Leben zu retten. Einige nutzten die Gelegenheit auch, um über die Bedeutung von Prävention und den bewussten Umgang mit Risikofaktoren für Krebserkrankungen nachzudenken.
Der Besuch war für alle Beteiligten eine außergewöhnliche Erfahrung: ein Blick hinter die Kulissen moderner Medizintechnik, der nicht nur das Verständnis für die Anwendung physikalischer Prinzipien vertiefte, sondern auch die Relevanz des Unterrichtsstoffs im realen Leben verdeutlichte. Physik – ein Fach, das nicht nur erklärt, wie die Welt funktioniert, sondern auch, wie man sie ein Stück gesünder machen kann.

Elisabeth Söllwagner