Oper statt Unterricht – ASG zu Gast bei „Così fan tutte“

Musiktheorie praktisch erleben – genau das durften wir Ende Januar im Stadttheater Passau. Jahrgangsübergreifend besuchten die Oberstufen-Musikkurse des ASGs die Oper „Così fan tutte“
von Wolfgang Amadeus Mozart. Ein Stück, das wir zuvor im Unterricht behandelt hatten.

Dabei war es für uns besonders spannend, Oper einmal nicht nur theoretisch zu besprechen, sondern auch live sehen und hören zu können. Die Musik war sehr beeindruckend, auch die Besetzung der sechs Solisten überzeugte. Besonders Sabine Noack stach in ihrer Rolle als Despina nicht nur durch sängerische, sondern auch durch schauspielerische Leistung hervor. Sie spielte die gewitzte, manipulative Zofe mit Überzeugungskraft und gefiel mir deshalb besonders gut. Auch die Darbietung mit einer Drehbühne war raffiniert und abwechslungsreich, was hervorragend zum Gesamteindruck des Stücks beitrug.

Obwohl wir die Handlung schon kannten, war es interessant zu sehen, wie das Drehbuch umgesetzt und inszeniert worden war. Das Stück wurde mit Hilfe von Kostümen, Perücken und auffälligen
Brillen geglückt aktualisiert und machte es somit – vor allem für uns Schüler – nahbarer.

Hauptthema des Stücks ist die Beständigkeit und Treue in einer Liebesbeziehung. Beides scheint bei den zwei Schwestern, die ihren Partner fürs Leben gefunden haben, zu Beginn unverrückbar, was bei einer Wette mit Hilfe von gezielten Täuschungen jedoch auf die Probe gestellt wird.

Im Verlauf der Oper geraten Gefühle durcheinander, Loyalitäten verschieben sich und die Figuren müssen sich mit der Tatsache auseinandersetzen, dass Liebe und Treue oftmals nicht so unerschütterlich sind, wie sie zu Beginn erscheinen. Das Ende war für uns nicht mehr allzu überraschend. Trotzdem gab es im Anschluss noch genügend Diskussionsstoff, weshalb wir den Abend im Café Kowalski ausklingen ließen. Ein perfekter Abschluss für den Opernbesuch.

Franziska Lipp, Q13/ Danzig-Fuchs