Spannende Einblicke in Technik und Forschung – die Begabtengruppe besucht die FH Oberösterreich – Campus Wels

Am Mittwoch, den 30. September 2026, hieß es für die Begabtengruppe des Adalbert-Stifter-Gymnasiums Passau: auf nach Wels! Gemeinsam mit Frau Dr. Reichersdorfer und Frau Höfer machten wir uns mit dem Zug auf den Weg zur FH Oberösterreich – Campus Wels. Nach einem kurzen Fußmarsch wurden wir dort herzlich empfangen und durften in zwei Gruppen an spannenden Workshops teilnehmen.

Wenn jedes Gramm zählt: Leichtbau im Spitzensport

Im Workshop „Leichtbau im Spitzensport“ ging es um die Frage, wie Sportgeräte möglichst leicht und gleichzeitig stabil und leistungsfähig sein können. Schnell wurde deutlich: Im Spitzensport kann jedes Gramm eine Rolle spielen.

Die Schülerinnen und Schüler durften verschiedene Materialien wie Carbon- und Glasfasern anfassen, vergleichen und auf ihre Eigenschaften testen. Zwei Studierende erklärten anschaulich, wie ein Ski aufgebaut ist, und zeigten, warum Sprungskier besonders biegsam sein müssen.

Besonders beeindruckend waren die konkreten Beispiele aus dem Spitzensport: Wir konnten einen Carbon-Fahrradrahmen bestaunen, der bereits bei der Tour de France zum Einsatz kam. Auch ein von einem Studierenden entwickelter besonders leichter Eispickel machte die Runde. So wurde aus theoretischem Wissen schnell etwas zum Anfassen – und Staunen.

„Handy raus!“ – ausnahmsweise ausdrücklich erlaubt

Beim zweiten Workshop hieß es ausnahmsweise tatsächlich: „Handy raus!“ Denn diesmal sollte das Smartphone nicht zum Chatten oder für Social Media genutzt werden, sondern als kleines Physiklabor dienen.

Mit den Sensoren und Funktionen des Smartphones gingen die Schülerinnen und Schüler verschiedenen physikalischen Phänomenen auf den Grund. So konnten sie beispielsweise die Höhe eines Gebäudes bestimmen, ohne ein Maßband zu benutzen. Mithilfe des Luftdrucks wurde untersucht, wie dieser mit der Höhe zusammenhängt.

Auch die Schallgeschwindigkeit wurde gemessen und das Smartphone kurzerhand zur „Radarfalle“ umfunktioniert. Dabei wurde deutlich, wie viele Möglichkeiten in einem Gerät stecken, das wir sonst ganz selbstverständlich im Alltag benutzen.

Die Experimente machten Physik unmittelbar erlebbar und zeigten, dass spannende Messungen manchmal nur ein Smartphone entfernt sind.

Blick hinter die Kulissen der FH

Nach einer kurzen Mittagspause ging es weiter mit einer Führung über den Campus. Dabei erhielten wir Einblicke in verschiedene Labore und konnten erleben, woran Studierende an der FH arbeiten.

Beispielsweise wird gerade im Rahmen einer Masterarbeit ein humanoider Roboter programmiert. Außerdem erfuhren wir, wie ein 3-D-Drucker für Metall funktioniert und wofür diese moderne Technologie eingesetzt werden kann.

Die Führung vermittelte uns nicht nur interessante Einblicke in Forschung und Technik, sondern ließ uns auch ein wenig Hochschulluft schnuppern und einen Eindruck vom Studentenleben am Campus Wels gewinnen.

Nach einem abwechslungsreichen und erlebnisreichen Tag voller Physik, Technik und praktischer Experimente ging es schließlich mit dem Zug wieder zurück nach Passau.

Ein Tag, der nicht nur Wissen vermittelte, sondern vor allem Lust darauf machte, Technik selbst zu entdecken und auszuprobieren.