Forschergeist hautnah – ASG-Schülerinnen und -Schüler entdecken Wissenschaft an der TH Deggendorf

Ein Tag voller Neugier, Technik und Staunen: Im Rahmen der Begabungsförderung besuchten ausgewählte Schülerinnen und Schüler des ASG am 30. Oktober 2025 die Technische Hochschule Deggendorf. Dort durften die Teilnehmenden des Förderprogramms Wissenschaft hautnah erleben – vom Löten eines 3D-Weihnachtsbaums über den Blick durchs Elektronenmikroskop bis hin zur Analyse von RNA-Proben. Die Jugendlichen tauchten tief in die Welt der Forschung ein und erfuhren, wie spannend Lernen außerhalb des Klassenzimmers sein kann. Der Tag stand ganz im Zeichen von Entdeckerfreude, Forschergeist und der Begeisterung für Naturwissenschaften. Am Vormittag durften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jahrgangsstufen 6 bis 8 selbst aktiv werden: Unter fachkundiger Anleitung löteten sie einen leuchtenden 3D-Weihnachtsbaum, den sie anschließend als Erinnerung mit nach Hause nehmen konnten. Dabei erfuhren die jungen Forscherinnen und Forscher anschaulich, wie Widerstände, Transistoren und Kondensatoren funktionieren – und wie diese Bauteile mit Spannung und Strom zusammenhängen.

Nach der Mittagspause tauchten die Schülerinnen und Schüler in die Welt der Astrophysik ein. In einem anschaulichen Vortrag über die Funktionsweise von Teleskopen lernten sie, welchen Einfluss der Durchmesser der Teleskopöffnung auf die Bildschärfe hat. Von den größten Strukturen des Universums ging es anschließend zu den kleinsten Dimensionen der Natur: Unter dem Elektronenmikroskop bestaunten die Kinder faszinierende Aufnahmen von Pollen und anderen mikroskopisch kleinen Oberflächenstrukturen. Besonders beeindruckend war die Erkenntnis, dass alle untersuchten Objekte zunächst mit einer hauchdünnen Goldschicht überzogen werden müssen, um im Elektronenmikroskop sichtbar zu werden. Auch die älteren Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis 11 erhielten an diesem Tag einen tiefen Einblick in moderne Forschung. Im Labor durften sie selbst RNA extrahieren – ein Verfahren, bei dem zunächst Zellwände geöffnet und anschließend DNA und RNA voneinander getrennt werden. Mit großem Interesse und hoher Konzentration bereiteten die Jugendlichen ihre Proben vor und konnten dabei an ihr im Unterricht erworbenes Wissen anknüpfen. Am Nachmittag stand schließlich die Biomedizinische Datenanalyse im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden lernten, wie mithilfe von Computeralgorithmen Krebszellen mit gesunden Zellen verglichen und aus riesigen Datenmengen wertvolle Informationen gewonnen werden können. Dabei erhielten sie eine Einführung in die Arbeitsweise moderner NGS-Datenanalyseprogramme – ein spannender Einblick in die Zukunft der Medizin und Bioinformatik.

Am Ende des Tages kehrten alle Schülerinnen und Schüler mit vielen neuen Eindrücken, spannenden Erkenntnissen und wachsender Begeisterung für Wissenschaft und Technik zurück. Die Exkursion zeigte eindrucksvoll, wie lebendig und praxisnah Lernen sein kann, wenn Forschung hautnah erlebt wird.