Am 12. und 13. April 2025 begab sich der Informatik-Oberstufenkurs des Adalbert-Stifter-Gymnasiums Passau auf eine spannende Reise nach Ried im Innkreis, um dort an einem innovativen Makeathon teilzunehmen. Veranstaltet wurde das zweitägige Technik-Event vom grenzüberschreitenden Innovationsnetzwerk Innraum 3D, das in Passau, Schärding und Ried vertreten ist. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Weiterentwicklung des Klimamessgeräts „Theodor“. Insgesamt nahmen drei Teams mit jeweils unterschiedlichen fachlichen Hintergründen an der Veranstaltung teil.
Das Ziel des ASG-Teams: Das bestehende Klimamessgerät sollte leistungsfähiger werden – durch den Einbau zusätzlicher Sensoren sowie einer drahtlosen Datenübertragung. So soll „Theodor“ künftig noch präzisere Umweltdaten erfassen und flexibel übermitteln können.
Tag 1 – Technik, Teamwork und erste Herausforderungen
Der erste Tag des Makeathons stand ganz im Zeichen der Hardware-Optimierung und der Programmierung des Mikrocontrollers. Nach einem kurzen Briefing durch Veranstalter und Betreuer Matthias Tindorf, der den Teams während des gesamten Events mit wertvollen Impulsen zur Seite stand, startete das ASG-Team in die Projektarbeit. Die Aufgaben wurden zügig verteilt: Julius Böhm und Niklas Pohmann entwickelten eine neue Konstruktion, um alle benötigten Komponenten effizient unterzubringen. Felix Burgthaler, Ludwig Häusler und Simon Sonnleitner übernahmen die Programmierung des Mikrocontrollers – des zentralen Steuerungselements des neuen Systems.


Auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz: Bereits kurz nach der Ankunft gab es frischen Kaffee und für einige ein spätes Frühstück. Zum Mittagessen wurde Pizza von der nahegelegenen Pizzeria organisiert – wie auch sämtliche Verpflegung, Räumlichkeiten und Geräte stellte der Veranstalter diese Ressourcen kostenlos zur Verfügung.

Während die Hardware-Erweiterung gut vorankam, erwies sich die Programmierung des Mikrocontrollers als deutlich komplexer als zunächst angenommen. Die Kompatibilitätsprobleme sorgten zum Ende des ersten Tages für spürbare Ernüchterung – doch das Team ließ sich davon nicht entmutigen.
Tag 2 – Flexibilität als Erfolgsrezept
Mit neuer Energie startete das Team am zweiten Tag in die verbleibenden Stunden des Makeathons. Aufgrund der technischen Schwierigkeiten vom Vortag wurde kurzerhand auf ein bewährtes Referenzmodell zurückgegriffen – eine pragmatische Entscheidung, die sich auszahlen sollte. Trotz des engen Zeitrahmens am Vormittag gelang es, die überarbeitete Hardware zu finalisieren und den Sensor erfolgreich an den Mikrocontroller anzubinden. Das Gehäuse wurde so überarbeitet, sodass es künftig Platz für die zusätzlichen Sensoren bietet.



Nach der Abschlusspräsentation der Projekte reiste das ASG-Team voller neuer Ideen und Motivation zurück nach Passau. Der Makeathon war für die Schülerinnen und Schüler nicht nur eine Gelegenheit, ihr technisches Können unter Beweis zu stellen und weiterzuentwickeln – er bot auch einen praxisnahen Einblick in teamorientierte Entwicklungsprozesse.
Die Arbeit an „Theodor“ wird am Adalbert-Stifter-Gymnasium fortgesetzt – mit dem Ziel, das Messgerät bis zum Ende des Schuljahres im Informatikunterricht vollständig auszustatten und dauerhaft im Schulgebäude zu installieren.