Es ist schon fast Tradition, dass die Studierenden der benachbarten Landwirtschaftsschule vor den Faschingsferien das ASG besuchen.
In den 10. Klassen stellten die jungen, äußerst engagierten angehenden Landwirtschaftsmeister und -meisterinnen ihre Betriebe und somit die Art ihrer Lebensmittelerzeugung vor. Sie gaben einen detaillierten Einblick in Betriebsgröße, kultivierte Feldfrüchte, Haltungsformen ihrer Tiere und Investitionen, die sie für die Zukunft planen. Dabei gingen sie auch auf die Risiken ein, die damit einhergehen, wie z.B. sich laufend ändernde Vorschriften und Marktpreise.
„Wie viel verdient ein Landwirt?“, ist eine Frage, die gerne von den Schülerinnen und Schülern gestellt wird. Ein Landwirt rechnet vor, dass ein Schwein in der Produktion ca. 180 Euro kostet, wenn er für seine Arbeitskraft einen Stundenlohn von 20 Euro einkalkuliert. Da er aber derzeit vom Schlachthof nur 172 Euro bekommt, stimmt etwas nicht. Ein Biolandwirt erklärt, dass ein Liter Biomilch im Vergleich zu konventionell hergestellter Milch zurzeit nur 3 Cent höher vergütet wird. Bei den Preisunterschieden in den Supermärkten sieht es da etwas anders aus.

Durch den regen Austausch zwischen Erzeugern und zukünftigen Verbrauchern ist nun allen klar, dass qualitativ hochwertige Lebensmittel, die in der Region erzeugt werden, ihren Preis haben müssen. In den Supermärkten sieht man das oft nicht. Generell ist zu erkennen, dass viel Geld im Handel bleibt und nur vergleichsweise wenig bei den Landwirten ankommt.
Die heranwachsenden Verbraucher sind nun ausreichend informiert und fällen hoffentlich in Zukunft gute Kaufentscheidungen.
Ulrike Kohlpaintner