Während andere in den Allerheiligenferien die freie Zeit genossen, waren fünf Schüler des Q13-Informatikkurses des Adalbert-Stifter-Gymnasiums am 7. und 8. November im Gründerzentrum Passau fleißig am Programmieren, Löten und Testen. Beim zweitägigen Hackathon unter dem Motto „On Air, Not Online“ stellten sie erneut ihr technisches Können unter Beweis.
Bereits beim letzten Hackathon im österreichischen Ried hatte das Team des ASG die Vorarbeit für eine selbstgebaute Wetterstation geleistet. Diesmal sollte das Projekt endlich vollendet werden. Die eigentliche Aufgabe des aktuellen Hackathons bestand darin, Wetterdaten per Funkübertragung über möglichst große Distanzen zu senden – ganz ohne Internetverbindung. Das Schülerteam entschied sich, die Funkverbindung mit der Technologie ESP-NOW herzustellen. Nachdem die Datenübertragung erfolgreich funktionierte, widmeten sie sich wieder der Fertigstellung der Wetterstation, die verschiedene Umweltdaten erfassen soll und trotz der Themenstellung direkt im WLAN der Schule die erhaltenen Daten auf die Plattform openSenseMap hochlädt. Unterstützt wurden die Schüler dabei nicht nur von den Veranstaltern des Gründerzentrums, sondern auch vom Passauer Ortsverband des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC), der mit Fachwissen rund um Funktechnik und Elektronik zur Seite stand. Für das leibliche Wohl sorgte wie schon beim letzten Mal das Gründerzentrum selbst – mit Getränken, selbstgemachten Sandwiches und Pizza war das Team bestens versorgt.

Die Arbeit an der Sensorik erwies sich als besonders herausfordernd: Mit viel Try and Error wurden ein Temperatur- und Luftdrucksensor, ein Ozonsensor sowie ein Kohlenmonoxidsensor erfolgreich eingebunden. Der Luftdrucksensor dient zusätzlich zur Berechnung der Höhe der Wetterstation über dem Meeresspiegel. In der abschließenden Testphase zeigten sich noch zwei größere Herausforderungen:
Zum einen benötigen insbesondere der Ozon- und der Kohlenmonoxidsensor vergleichsweise viel Strom, was die Akkulaufzeit derzeit auf etwa acht Stunden begrenzt. Zum anderen erwärmt sich der Kohlenmonoxidsensor während des Betriebs, wodurch die Temperaturmessungen verfälscht werden.



Trotz dieser Hürden ziehen die Teilnehmer ein positives Fazit: Der Hackathon bot nicht nur die Gelegenheit, Teamarbeit und Problemlösekompetenz weiterzuentwickeln, sondern vermittelte auch praxisnahe Einblicke in die Arbeit von Elektroingenieuren und Entwicklern. Insgesamt war der zweitägige Makeathon im Gründerzentrum Passau für alle Beteiligten eine spannende und lehrreiche Erfahrung, die Lust auf weitere technische Projekte gemacht hat.
Christian Reitmaier