Wie verändert Künstliche Intelligenz unsere Welt – und was bedeutet das für die Generation, die mit ihr aufwächst?

Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines besonderen Nachmittags am 10. November 2025 am Adalbert-Stifter-Gymnasium Passau. Im Rahmen der Begabungsförderung nahm Professor  Markus Mayer von der TH Deggendorf die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 6 bis 8 mit auf eine spannende Reise durch die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der KI. Schon nach wenigen Minuten war spürbar: Dieses Thema fasziniert, überrascht – und fordert zum Nachdenken heraus. Anhand vielfältiger Beispiele erläuterte er, wie KI-Systeme etwa Spiele wie Tic-Tac-Toe gewinnen oder Sudoku-Rätsel lösen können. Besonders eindrucksvoll waren die Einblicke in moderne Bilderkennungssysteme der Medizintechnik, die dabei helfen, krankhafte Veränderungen frühzeitig automatisch zu erkennen. Auch in Alltagsgeräten wie Computern oder Smartphones seien eine Vielzahl von KI-Methoden zu finden – bis hin zu Technologien für autonomes Fahren, die in Städten wie San Francisco bereits Realität geworden sind. Selbst die Frage, wie viele Semmeln ein Bäcker für den nächsten Tag backen sollte, lasse sich heute mithilfe von KI-gestützten Prognosen beantworten. Von der ersten Minute an wurde deutlich: KI ist längst kein fernes Zukunftsthema mehr, sondern begegnet uns überall – und verändert unser Leben auf spannende, manchmal überraschende Weise. Zugleich sensibilisierte Professor Mayer sein Publikum für die Grenzen dieser Technologien: Künstliche Intelligenz „denkt“ nicht, sondern verarbeitet Daten nach vorgegebenen Mustern. Da die Funktionsweise des menschlichen Gehirns bis heute nicht vollständig verstanden sei, könne es auch nicht einfach nachgebaut werden. Zudem warnte er davor, sich im Alltag zu sehr auf KI-Werkzeuge zu verlassen: Wer Aufgaben dauerhaft mithilfe von Chat-Systemen löse, laufe Gefahr, eigene Fähigkeiten nicht mehr ausreichend zu trainieren. Zum Abschluss gab Professor Mayer den Schülerinnen und Schülern daher einen klaren Rat mit auf den Weg: „Wer Aufgaben ständig mit Chat-Systemen löst, lernt nichts mehr.“