Die Schulklasse feuert 2 Klassenkameraden an, die mit Schwimmstangen aufeinander eindreschen. Die „Arena“, die von Kriminaloberkommissar Hofmann und dem Schulpsychologen Herrn Kittel angeleitet wurde, ist nur eine der Übungen, bei denen die Siebtklässler erfahren, was Mobbing für Betroffene bedeutet und wie man gegen Gewalt vorgehen kann. Schülerinnen und Schüler lernen, dass Zuschauer in gewalttätigen Auseinandersetzungen auch Tatbeteiligte sein können. „Jeder kann in solchen Situationen helfen“ stellt eine Schülerin richtig fest. „Man könnte andere Leute um Hilfe bitten oder die Polizei anrufen. Jeder hat heute ein Handy.“ „Ja, unterlassene Hilfeleistung ist eine Straftat, und man kann möglicherweise sogar zum Mittäter werden“ bestätigt Kriminaloberkommissar Hofman. „Also holt Hilfe und achtet dabei darauf, dass ihr euch nicht selbst in Gefahr bringt.“
Ein zweiter Schwerpunkt des Projekts ist der sorgsame Umgang mit den sozialen Medien. „Das Internet hat viele nützliche Seiten und ist heute extrem wichtig, deshalb ist es umso nötiger die Gefahren zu kennen und sich sicher im web zu bewegen.“ Dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist, war den meisten Schülern und Schülerinnen zwar bewusst, dass man aber schon mit 7 Jahren zivilrechtlich belangt werden kann, überraschte die meisten. Besonders Informationen zum Urheberrecht und zum Recht am eigenen Bild waren für einige Schüler neu. Intensive Diskussionen entwickelten sich dann unter anderem um die Themenbereiche Cybermobbing und Sextortion. „Ich weiß jetzt, dass Beleidigungen im Netz nie Spaß sind und wie ich mich verhalten muss, wenn mir so etwas begegnen sollte“ stellt eine Teilnehmerin fest. Sogar nach einem kräftigen Schlussapplaus stand Herr Hofmann dankenswerterweise interessierten Schülerinnen und Schülern für zahlreiche Fragen zur Verfügung.